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Eine Reise durch Deutschland. Die Mordserie des NSU von Paula Markert

Stadthaus Ulm

21.05.24, 10:00 Uhr
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Fotografie
Der Prozess um die Verbrechen des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) wurde vor sechs Jahren beendet, Beate Zschäpe, letztes überlebendes Mitglied des Trios, wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Mitte vergangenen Jahres legte auch der letzte Untersuchungsausschuss des Bayrischen Landtags seinen Abschlussbericht vor. Und doch bleiben Fragen offen: Fragen der Angehörigen der Opfer, die wissen wollen, wie es dazu kommen konnte, Fragen an den Staat, seine Geheimdienste und an unsere Gesellschaft. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern und weiter nach Antworten zu suchen. Über ein Jahrzehnt lang lebten die Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe NSU im Untergrund. Zwischen den Jahren 2000 und 2007 ermordeten sie zehn Menschen, neun davon mit Migrationshintergrund, verübten zahlreiche Raubüberfälle und Sprengstoffanschläge. Zwischen 2014 und 2018 reiste Paula Markert auf den Spuren der rechten Terrorgruppe durch Deutschland um sich ein Bild davon zu machen, wie das Unfassbare möglich werden konnte. Die dabei entstandene Montage aus Fotografien und Textfragmenten wirft noch immer ungelöste Fragen zur Verstrickung und Mitschuld deutscher Behörden in den NSU-Komplex auf und appelliert an die Verantwortung eines Landes, dessen politischer Diskurs sich im Schatten einer neuen politischen Rechten immer weiter nach rechts verschiebt.

Kurator: Robert Pupeter

Führung mit Robert Pupeter Sonntag, 14. April 2024, 14.30 Uhr

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Text: Veranstalter

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Stadthaus Ulm

Münsterplatz 38 50
89073 Ulm -

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